Geologische Landesaufnahme

Der Fachbereich Geologie hat sich zum Ziel gesetzt Daten über den geologischen Aufbau der Erdoberfläche von Hessen in möglichst aktueller Form zu erfassen, zu bearbeiten und strukturiert in Punkt- und Flächendatenbanken abzulegen.
Nur so ist gewährleistet, dass eine Auswertung und Interpretation der Daten nach speziellen geowissenschaftlichen Fragestellungen im Rahmen einer nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen flächendeckend für Hessen auf moderner Datengrundlage erfolgen kann.
Zielgebiete höchster Priorität sind dabei die hessischen Ballungsräume wie z.B. Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt, Limburg, Gießen/Wetzlar oder Kassel. Diese Wirtschaftsräume besitzen auch in den nächsten Jahrzehnten ein hohes Entwicklungspotenzial. Hier sind die Konflikte zwischen Rohstoff- und Energieversorgung, Bauvorhaben, Wasserversorgung, Umweltsicherung, Abfallbeseitigung, Boden- und Naturschutz, Raum- und Landesplanung am größten und gerade hier wird von den Nutzern erwartet, dass die Daten schnell, flexibel und auf einem möglichst aktuellen Stand verfügbar sind.
Aufgaben
Die flächendeckende und an möglichst vielen Einzelpunkten auch in die Tiefe gehende punktuelle Erhebung und Aufarbeitung von Grundlagendaten zum geologischen Untergrund ist eine der Hauptaufgaben der Geologischen Landesaufnahme. Dazu gehören auch systematisch erhobene Daten zu den petrographischen, geochemischen und geophysikalischen Parametern der Gesteine.
Neben breitem Wissen aus der Geologie sind zum Erreichen dieses Zieles Spezialkenntnisse aus den Fachbereichen der Mineralogie und der Paläontologie und Bodenkunde notwendig.
Zu den vielfältigen Aufgaben der Geologischen Landesaufnahme gehört:
- der Aufbau und die Pflege von digitalen Fachinformationssystemen
- die flächenhafte geologische Kartierung und die Umsetzung der Daten in geologische Kartenwerke
- die punktuelle Aufnahme und Dokumentation von Fremdbohrungen gemäß Lagerstättengesetz
- die technische Planung und Abwicklung von eigenen Bohrungen in die tieferen Erdschichten (tiefer 10 Meter) sowie von Sondierbohrungen in den oberflächennahen Untergrund ( ca. 0-10 Meter tief)
- die Datenerfassung mit Hilfe verschiedener geophysikalischer Geländemethoden
- die Dokumentation von temporären künstlichen oder natürlichen Aufschlüssen (z. B. Baugruben, Weg- und Straßenanschnitte)
- die Sammlung von repräsentativen Bohrungen und Gesteinsproben zu Vergleichszwecken
- die Spezialuntersuchung an Gesteinsproben zur mineralogischen Gesteinsbestimmung bzw. zur Altersbestimmung von Mikro- und Makrofossilien
- die Beratung zu Fragen über die Beschaffenheit des geologischen Untergrundes
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