Wassertemperatur
Erläuterung zur Messwert-Klassifizierung
Hohe Wassertemperaturen können zu einer Beeinträchtigung der Tierwelt im Gewässer führen.
Die Klassifizierung der Wassertemperaturen orientiert sich deshalb an den Ansprüchen typischer Bewohner unserer Gewässer:
- 1-10 °C:
Zur Laichzeit im zeitigen Frühjahr ist die Wassertemperatur in der Forellenregion normalerweise unter 10 °C; oberhalb dieser Temperatur ist die Reproduktion der „Winterlaicher“ (z.B. Forelle, Lachs, Äsche) gefährdet; - 10-20 °C:
In den Sommermonaten liegt der optimale Temperaturbereich für typische Bewohner unserer Bäche (z.B. Forelle, viele Steinfliegenarten) unterhalb von 18 °C; steigen die Temperaturen auf Werte von über 20 °C, kommt es langfristig zu einer Schädigung der Populationen; - 20-25 °C:
Der ideale Temperaturbereich typischer Bewohner größerer Flüsse (z.B. Barbe, gebänderte Prachtlibelle) liegt im Sommer bei etwa 20 °C; steigen die Temperaturen auf Werte von über 25 °C, können diese Tiere hier langfristig nicht überleben;
- 25 °C:
Bei großen Flüssen, wie z.B. im Main, werden im Sommer auch höhere Temperaturen gemessen; gemäß der Fischgewässerverordnung liegt die Obergrenze hier bei 28° C.