Wissenschaftlicher Name:  Hydropsyche pellucidula     Deutscher Name:  Wassergeistchen; Wasserseelchen

Ordnung:  Trichoptera     Familie:  Hydropsychidae

Foto: Prof. Dr. U. Heitkamp, Diemarden

 

Merkmale:  Netzbauende Larve ohne Köcher; alle drei Brustsegmente verhornt; an der Basis der Mittel- und Hinterbeine sowie am 1.-7- Hinterleibssegment büschelige Tracheenkiemenpaare; Hinterleib eingekrümmt mit 2 langen Nachschiebern und auffälligen Borstenfächern an deren Basis; auf der Unterseite zwischen 1. Und 2. Brustsegment 2 kleine, braune rhombenförmige Hornplättchen (Prosternite); Färbung der verhornten Teile braun; Kopf mit hellen Flecken; Länge: bis 20 mm

Lebensraum:  Auf festliegendem Substrat in Bächen und kleinen Flüssen mit lebhafter Strömung; auch im Oberlauf großer Flüsse; verbreitet und häufig

Lebensweise:  Die Larven bauen Wohngespinste, vor deren Öffnung Fangnetze zwischen Steinen oder über kleinen Höhlungen aufgespannt werden, mit denen sie ihre Nahrung fangen (Algen und Detritus); Verpuppung in festsitzenden Steinköchern; 1 Generation pro Jahr; Flugzeit: Juni - Juli

Wissenswertes:  Es gibt in Mitteleuropa 21Hydropsyche-Arten, die als Larve nur schwer zu unterscheiden sind. Manche Arten sind empfindlich gegen organische Belastungen, andere recht robust. Die wohl häufigste Art ist H. contubernalis;die in manchen Gewässern (z.B. im Rhein) in Massen auftreten kann.