Ombrometer (Pluvio)
Der Niederschlag wird wie beim einfachen Messer mit einem Auffangtrichter
von 200 cm2 Fläche aufgefangen. Die aufgefangenen Niederschläge
werden mit einem elektronischen Wägesystem mit hoher Auflösung
(bis 0,01 mm) minütlich erfasst. Das Gewicht des Niederschlags wird
über eine elektronisch gesteuerte Auswerteeinheit in ein Ausgangsignal
umgewandelt, dass an den jeweiligen Datensammler oder per Datenfernübertragung
weitergegeben wird. Die Daten stehen jederzeit abrufbereit und in digitaler
Form zur Verfügung, eine Dateneingabe per Hand sowie eine tägliche
Betreuung der Messstation vor Ort entfallen.
Niederschlagsmesser (Hellman)
Der Niederschlagsmesser nach Hellmann wird in Deutschland seit
1886 zur Messung der Niederschlagshöhe standardmäßig eingesetzt.
Der Niederschlag wird in einem kreisförmigen Auffangtrichter mit einer
Auffangfläche von 200 cm2 aufgefangen, der auf einen zylindrisch
geformten Behälter aufgesetzt ist. Dieser entleert das Wasser in einen
Sammelkanne. Mit einem geeichten Messglas wird die Niederschlagshöhe
durch einen Beobachter bestimmt. Diese Messer müssen täglich zur
gleichen Zeit (i.d.R. 7:30 Uhr) von einem Beobachter abgelesen werden. Die
Daten müssen Hand aufgezeichnet werden.
Niederschlagsschreiber
Mit einem Niederschlagsschreiber können neben der Höhe
auch Dauer und Intensität des Niederschlags festgestellt werden. Das
Gerät besteht aus einem zylindrischen Gehäuse mit einem Auffangtrichter
von 200 cm2 Durchmesser. Im Gehäuse sind die für die
Niederschlagsaufzeichnungen notwendigen Geräte (Schwimmergefäß
mit Schwimmer, Schreibarm, Schreibfeder, Registrierstreifen mit Uhrwerksantrieb)
untergebracht. Der aufgefangene Niederschlag wird in das Auffanggerät
geleitet, in dem ein Schwimmer mit einem Schreibstift verbunden ist, der
auf einer Schreibtrommel den Niederschlag nach Höhe und Zeit aufzeichnet.
Die aufgezeichneten Daten müssen jedoch zur weiteren Verwendung digitalisiert
werden. Bei Ausfall der Schreibers müssen entsprechende Daten ergänzt
werden.

links Ombrometer (Pluvio), analoger Schreiber, rechts Messer
nach Hellmann
Radarmessungen
Mit Radar erfolgt keine direkte Niederschlagsmessung am Boden,
sondern es werden Radarwellen abgestrahlt, die an Regentröpfchen reflektieren.
Die Stärke der Rückstreuung hängt von der Größe
und Menge der Regentropfen ab. Über eine entsprechende Auswertung können
räumlich verteilte Niederschlagshöhen ermittelt werden. Durch
Aneichung an gleichzeitig direkt gemessene Niederschlagshöhen kann
die Qualität der Radarmessungen verbessert werden.
Das Radarmessnetz wird vom Deutschen Wetterdienst (DWD) betrieben.(www.dwd.de)
Es umfasst 16 Radarstandorte, die eingesetzten Radargeräte haben jeweils
eine Reichweite von 125 km.

Station Frankfurt (Quelle: DWD)



