Boden-Dauerbeobachtung

Profil mit Blumenwiese

Böden sind, genau wie Wasser und Luft, eine für Mensch und Natur lebensnotwendige Grundlage. In einer Handvoll Boden finden sich mehr Lebewesen, als Menschen auf dem Planeten Erde leben.
 
Sowohl die Nutzung der Böden, wie auch diffuse Stoffeinträge führen häufig zu nachteiligen Veränderungen der Bodenqualität. Schädliche Bodenveränderungen erfolgen oft unmerklich, über lange Zeiträume und sind meist nicht mehr rückgängig zu machen. Bodenschutz ist deshalb eine zunehmend wichtige gesellschaftspolitische Forderung.

 

Mit der Verabschiedung des Bundes-Bodenschutzgesetzes wird dieser Forderung Rechnung getragen. Über die Altlastensanierung hinaus, werden der vorsorgende Bodenschutz und die nachhaltige Nutzung der Böden gesetzlich festgeschrieben. Die Bodenfunktionen sind nunmehr dauerhaft zu schützen.

 

Grundlage des vorsorgenden und nachhaltigen Bodenschutzes sind Informationen über Bodentypen, Bodenverbreitung und Bodenzustand; weiterhin Daten zur Entwicklung und Veränderung der Böden im Laufe der Zeit.

 

Einzelne Bodenanalysen geben dazu wenig Auskunft. Mit dem Instrument der Boden-Dauerbeobachtung werden genauere Daten über die vielfältigen stofflichen Eigenschaften, die fortwährende Entwicklung und mögliche Bodenveränderungen erhoben und in Bodeninformationssystemen verfügbar gemacht.

 

Grundlage der bisherigen Boden-Dauerbeobachtung ist die "Konzeption zur Einrichtung von Boden-Dauerbeobachtungsflächen (BDF)". Die Konzeption zielt auf eine länderübergreifende Vereinheitlichung der Vorgehensweise bei der Auswahl und der Einrichtung von BDF sowie der Probennahme, der Probenverwahrung, der Analytik und der Datenhaltung.

 

Die Ziele der Boden-Dauerbeobachtung lauten:

  • Erfassung und Dokumentation des Ist-Zustandes und der langfristigen Entwicklung typischer Böden in Hessen in Anlehnung an die Bodenkarte 1:50.000 und deren Ergänzungen.
  • Bodenkundliche Begleitung und Unterstützung sonstiger Umweltmonitoring-Programme (Waldbelastung durch Immissionen, Naturwaldreservate etc.)
  • Erfassung und Dokumentation lokaler Belastungen (Nitratauswaschung, Bodenerosion, fluviatile Sedimentation etc.)
  • Schaffung einer fundierten Bodenprobenbank
  • Ableitung von Prognosen zukünftiger Entwicklungen
 
 
Letzte Änderung: 07.12.2011