Planung

Bodenveränderungen z. B. durch Überbauung oder Nutzungsumwidmung stellen eine der größten Belastungen für den Boden und seine Funktion in der Natur dar. Um einen nachhaltigen Bodenschutz im Spannungsfeld zwischen der Bewahrung der natürlichen Funktionen und der Inanspruchnahme
durch die Nutzung durchsetzen zu können, bedarf es einer umfassenden Bodenbewertung. Erst sie ermöglicht eine qualifizierte Abwägung im Planungsverfahren.
Zur Gewährleistung eines flächendeckenden (vorsorgenden) Bodenschutzes eignen sich Planungs- und Genehmigungsverfahren, in denen konkurrierende Nutzungen gegeneinander abgewogen werden. Für die Belange des Bodenschutzes bietet das HLUG verschiedene Ableitungskarten, die die Leistungsfähigkeit der Böden für bestimmte Bodenfunktionen darstellen und in Wert setzen.
Für Planungsaufgaben stehen Bodenfunktionsbewertungen zu vielfältigen Themen wie:
- Ertragspotenzial des Bodens,
- Standorttypisierung für die Biotopentwicklung,
- Nitratrückhaltevermögen des Bodens,
- Filter- und Puffervermögen des Bodens,
- Erosionsgefährdung
vom Maßstab 1:1 Mill. bis zu 1:5000 zur Verfügung. Die wichtigsten Daten können direkt im "BodenViewer Hessen
" eingesehen werden. Gleichfalls können die Auswertungen als Karten und Daten bezogen werden.
Darüber hinaus stehen "Karten der potenziellen Kompensationsflächen im Offenland" gemäß KV vom 01.09.2005 zur Verfügung. Diese sind als PDF-Datei aus der folgenden Auswahlbox ladbar. Eine umfassende Dokumentation zur Ableitung der Karten finden Sie unter: http://www.hlug.de/medien/boden/fisbo/bs/index.html.
Daneben werden Arbeitshilfen zu speziellen Sachthemen angeboten, zurzeit sind dies:
- Anforderungen an das Aufbringen und Einbringen von Material auf oder in Böden,
- Abfallverwertung auf und in Böden, Bodenschutz in der Bauleitplanung.
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