Aktuelle Ereignisse
Mehrere Erdbeben zwischen Bad Ems und Nassau
Ein Erdbeben mit einer Stärke von 4,4 auf der Richter-Skala erschütterte am Montagnachmittag (14. Februar 2011) um 13:43 Uhr die Region in der Nähe von Nassau in einer Tiefe von 12 km. Das Erdbeben wurde bei Winden im Rhein-Lahn-Kreis lokalisiert (geographische Koordinaten: Länge: 7,84 Ost und Breite 50,34 Nord). Das Ereignis war wahrscheinlich in einem Umkreis von 80 km um das Epizentrum spürbar. Meldungen aus Gießen, Wiesbaden, Frankfurt und Offenbach bestätigen, dass das Erdbeben in weiten Teilen von in Hessen wahrgenommen wurde. Schäden an Gebäuden sind dem HLUG bisher nicht gemeldet worden. Nach ersten Berichten aus dem Westerwald war das Ereignis dort 10 bis 15 Sekunden spürbar. Es gab danach noch weitere schwächere, spürbare Nachbeben. Das erste Nachbeben wurde 7 Minuten später um 13:50 Uhr mit einer Stärke von 3,0 registriert. Am frühen Abend gab es dann um 18:23 noch ein Beben mit einer Stärke von 3,2.
Falls sie dieses Erdbeben gespürt haben, bitten wir sie über die Internetseite des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie unter http://www.hlug.de/start/geologie/erdbeben/kontakt.html
den Erdbebenfragebogen auszufüllen, der uns bei der weiteren Bearbeitung eines Ereignisses hilft. Ihre Daten werden vertraulich behandelt.
Makroseismische Auswertung der zwei Erdbeben vom 23. Dezember in der Region Mainz/Wiesbaden
Am Morgen des 23. Dezember 2010 erschütterten zwei Erdbeben mit einer Stärke von 3,4 bzw. 2,7 auf der Richter-Skala um 2:36 Uhr bzw. 6:53 Uhr die Region um Mainz/Wiesbaden. Gespürt wurden die Beben von vielen Menschen in den Städten Wiesbaden und Mainz. Das erste Beben wurde dabei meist als Grummeln das zweite Beben als kleiner „Rums“ wahrgenommen. Mehr als 120 Meldungen zu dem Beben wurden auf der Internetseite des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie unter Kontakt
in den dort bereitgestellten Fragebogen eingetragen. Die meisten der Meldungen konnten verwertet werden und wurden zu einer makroseismischen Karte zusammengetragen.
Das Ergebnis für die Region ist hier zu sehen (siehe Abb. 1): Die Beben wurden von vielen deutlich wahrgenommen. Das stärkere Beben um 2:36 Uhr ist dabei als Kreis auf der Karte dargestellt und das folgende schwächere Beben als Dreieck. Manche Beobachter, denen hiermit nochmals gedankt wird, haben beide Beben gemeldet. Man kann auf der Karte für das Stadtgebiet Wiesbaden (Abb. 2) gut sehen, dass die Beobachtungen der Erdbebenstärke für beide Beben mit den gemessenen Werten übereinstimmen. Dem HLUG sind keine Schadensmeldungen bekannt gegeben worden.
Eine gemeinsame makroseismische Auswertung über die Landesgrenze hinweg wurde gemeinsam mit dem Landesamt für Geologie und Bergbau in Rheinland-Pfalz bearbeitet (siehe auch http://www.lgb-rlp.de/aktuelles.html
).
Unter Erdbebengefährdung
werden die Begriffe Magnitude und Intensität erklärt.
Schwaches Erdbeben westlich von Frankfurt
Mit einer Stärke von 3,2 auf der Richter-Skala erschütterte ein Beben heute morgen (29. Juni 2010) um 2:42 Uhr die Region westlich von Frankfurt am Main in eine Tiefe von 10 km. Das Erdbeben wurde im Dreieck Kriftel, Kelsterbach und Raunheim lokalisiert (geographische Koordinaten: Länge: 8,5 Ost und Breite 50,1 Nord). Das Beben wurde wahrscheinlich in einem Umkreis von 20 km um das Epizentrum gespürt. Schäden an Gebäuden sind bisher nicht gemeldet worden. Nach ersten Berichten aus Kriftel und Hofheim war ein Grollen zu spüren, als wenn ein Zug oder LKW durch das Haus fährt, Flüssigkeiten schwankten, die Möbel wackelten. Das Ereignis war ca. 5 Sekunden spürbar.
Falls sie das Beben gespürt haben, bitten wir sie über die Internetseite des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie den Erdbebenfragebogen auszufüllen, der uns bei der weiteren Bearbeitung eines Ereignisses hilft. Ihre Daten werden vertraulich behandelt.
Auswertung der Makroseismik des Erdbebens vom 29. Juni 2010 bei Kriftel
Mit einer Stärke von 3,2 auf der Richter-Skala erschütterte ein Beben am 29. Juni 2010 um 2:42 Uhr (Ortszeit bzw. 0:42 Uhr UTC) die Region westlich von Frankfurt am Main in einer Tiefe von ca. 5 km (siehe Abb. 1). Das Erdbeben wurde bei Kriftel von verschiedenen Erdbebendiensten lokalisiert (geographische Koordinaten: Länge: 8,5 Ost und Breite 50,1 Nord).
Fast 100 Meldungen von Menschen, die das Erdbeben gespürt haben, haben über die Internetseite des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie unter Kontakt den Fragebogen beantwortet. Dabei wurden auch die Polizeistation und Gemeinden in der unmittelbaren Nähe des Epizentrums angeschrieben, um diesen Fragebogen zu beantworten.
85 verwertbare Meldungen konnten zusammengetragen werden. Das Ergebnis ist hier zu sehen (siehe Abb2.): Das Beben wurde im gesamten Rhein-Maingebiet wahrgenommen. In dem rot umrandeten Bereich wurde das Beben mit einer Magnitude von 3,2 nach der Makroseismischen Intensitätsskala mit der Intensität von IV bis V wahrgenommen. Leider gab es nur wenige Meldungen außerhalb des Rhein-Gebietes, aber auch in Gießen oder Limburg war das Beben zu spüren. Dem HLUG sind keine Schadensmeldungen bekannt gegeben worden.
Nach den Beschreibungen wurden Menschen und Tiere geweckt, zuerst wurde ein Knall und dann Schaukelbewegungen wahrgenommen. Andere Beobachter beschrieben das Ereignis als wenn eine gewaltige Detonation stattgefunden hat oder ein tiefes Grollen bzw. lautes Donnern und Knacken zu hören. Geschirr und Gläser klirrten - aber die meisten Menschen in der Region haben das Ereignis verschlafen.
Das es sich hier um kein ungewöhnliches Beben handelte, zeigt ein Blick in ältere Aufzeichnungen: Charakteristisch für die Beben im Mainzer Becken ist die geringe Herdtiefe bis 5 km und damit die geringe Reichweite. Auf jeden Fall stehen sie im Zusammenhang mit der Tektonik des Oberrheingrabens, die von Zeit zu Zeit die Erde hier leicht erzittern lässt.
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