GK25 - Projektbeschreibung

Abb. 1: Räumliche Verteilung der Projektphasen der GK 25

Das Projekt „Digitale Geologische Karte von Hessen 1: 25 000“ soll bis Mitte 2005 abgeschlossen werden. Von den 163 Blättern des Bearbeitungsbereiches vom HLUG werden 139 in das Projekt aufgenommen, 21 Blätter sind bereits im HLUG digital vorhanden, zwei Blätter sind in geologischer Bearbeitung und ein Blatt ist noch unbearbeitet. Die 139 Blätter wurden mit unterschiedlichen Prioritäten in drei Blöcke unterteilt, die in drei Projektphasen abgearbeitet werden:

 

  • Phase 1 Ballungsräume 55 Blätter Dauer: 2001-2003
  • Phase 2 erweiterte Ballungsräume 39 Blätter Dauer: 2003-2004
  • Phase 3 Flächendeckung 45 Blätter Dauer: 2004-2005

 

 

Die erste Phase wurde mit einem Pilotprojekt begonnen, das zum Ziel hatte, die Methodik, den Zeitaufwand, die Arbeitsschritte sowie eine Optimierung der Arbeitsabläufe zu erarbeiten. Dazu wurden 12 Kartenblätter aus dem Rhein-Main-Gebiet ausgewählt (Abb. 1). Die Karten erfüllen die Kriterien, dass sie a) in verschiedenen Zeitepochen geologisch aufgenommen wurden, b) zum einen auf veralteter zum anderen auf moderner topographischer Grundlage gedruckt wurden und c) sich deutlich in Hinblick auf ihre geologischen Inhalte unterscheiden. Somit konnten im Rahmen des Pilotprojektes für viele potentielle Problembereiche des Kartenwerkes der GK 25 von Hessen Lösungen zur digitalen Umsetzung konzipiert werden.

 

Das Pilotprojekt erfolgte in enger Zusammenarbeit mit einem Ingenieurbüro, das die Digitalisierung und die GIS-Bearbeitung der Karten durchführte sowie die Methodik und systematisierte Arbeitsabläufe mit entwickelte und als fortschreibungsfähiges Verfahren zur Projektdurchführung dokumentierte. Als wichtige Randbedingung für die Durchführbarkeit des Projektes wurde die personelle Situation im HLUG beachtet. Die Arbeiten werden so weit möglich im Auftrag vergeben, so weit nötig verbleiben sie im HLUG. Eine arbeitsintensive geologische Aktualisierung und ein Randabgleich zur Erstellung eines blattschnittfreien Kartenwerkes finden in diesem Projekt nicht statt. Der im Pilotprojekte entwickelte Arbeitsablauf wird im Routinebetrieb verfolgt und hat sich bewährt. Er umfasst, verteilt auf die Partner HLUG und Ingenieurbüro, folgende Arbeitsschritte:

 

  • Erfassung der Blattlegende der analogen GK 25 (HLUG)
  • Scan und Georeferenzierung der analogen GK 25 (Ingenieurbüro)
  • Digitalisierung und Attributierung der GK 25 (Ingenieurbüro)
  • Herstellung der Plotfiles und Plots für die Erstkorrektur (HLUG)
  • Korrektur der Digitalisierung sowie Kontrolle der erfassten Blattlegende (HLUG)
  • Durchführung von Korrekturen (Ingenieurbüro)
  • Abschließende fachliche und technische Qualitätskontrolle; evtl. Zweitkorrektur (Ingenieurbüro/HLUG)

 

 

Das entwickelte Verfahren wurde mit Abschluss des Pilotprojektes detailliert dokumentiert und wird nach Bedarf fortgeschrieben. Es umfasst, neben der Aufteilung und Abläufe der Arbeitsschritte, die technischen und strukturellen Vorgaben für die Bearbeitungsschritte und weitere Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Die Datenstrukturen für die Ablage der Geometriedaten und deren Sachattribute, der Legendendaten sowie der Metainformationen sind darauf ausgerichtet die Daten zukünftig auf einem datenbankgestützten Geodatenserver verfügbar zu machen. Sie gelten für die gesamte GK 25 unabhängig vom Blattschnitt. Die 21 ausserhalb des Projektes erarbeiteten digitalen Karten werden zurzeit in diese Struktur überführt. Die Qualität der Projektergebnisse wird fachlich durch die Bearbeitung im HLUG gesichert, technisch durch automatische und manuelle Kontrolle von Datenstruktur und Digitalisiergenauigkeit beim Ingenieurbüro und im HLUG. Zur Qualitätssicherung dienen auch die Metainformation zum jeweiligen Bearbeitungsstand und natürlich die enge Abstimmung zwischen den Partnern. Als Kommunikationsplattform hat sich neben regelmäßigen Arbeitstreffen ein Internet-Projektbüro bewährt, bei dem für alle Projekt-Mitarbeiter die gesamte Dokumentenverwaltung abrufbar ist.

 

Die Verfahrensbeschreibung, die auch den beteiligten Mitarbeitern des HLUG als bindender Leitfaden im Projekt dient, sichert unabhängig vom beauftragten Ingenieurbüro die Qualität der Ergebnisse und damit die automatische Verwendbarkeit der GK 25 z.B. in standardisierten Anwendungen.

 
 
Letzte Änderung: 26.10.2010

Ansprechpartner

Herr Dr. C. Hoselmann

Tel. 0611-6939 928