Biogene und nicht gefasste Quellen
Erhebungsmethode
In der Emittentengruppe biogene und nicht gefasste Quellen werden im hessischen Emissionskataster die Emissionen aus der Landwirtschaft und die Emissionen der Wälder als biogene Quellen zusammengefasst. Zu den nicht gefassten Quellen rechnen die Emissionen von Deponien, soweit diese noch betrieben werden oder sich in der Nachsorgephase befinden.
Die folgende Übersicht zeigt die jeweils wichtigsten Herkunftsbereiche für die Schadstoffe der Emittentengruppe biogene und nicht gefasste Quellen:
Stickstoffmonoxid (NO)
landwirtschaftlich genutzte Böden, Mineral- und Wirtschaftsdüngeranwendung
Ammoniak (NH3)
Nutztierhaltung
Lachgas (N2O)
landwirtschaftlich genutzte Böden, Mineral- und Wirtschaftsdüngeranwendung
flüchtige organische Verbindungen ohne Methan (NMVOC)
Wald (Nadel- und Laubbäume), Nutztierhaltung
Methan (CH4)
Nutztierhaltung, Deponien
Feinstaub (PM10)
Bewirtschaftung von Ackerland, Nutztierhaltung
Die Ermittlung der hier dargestellten Emissionen aus der Landwirtschaft für das Jahr 2006 wurde durch das Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI) durchgeführt (Bundesforschungsinstitut für ländliche Räume, Wald und Fischerei, Braunschweig). Es wurden insbesondere Emissionen aus der Nutztierhaltung sowie Emissionen aus Böden (z. B. durch Düngung, aus Ernterückständen und indirekte Emissionen) untersucht. Die NMVOC-Emissionen der hessischen Wälder wurden vom Institut für Pflanzenökologie der Universität Gießen berechnet. Die für Deponien angegebenen Methan-Emissionen wurden dem europäischen Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregister (Pollutant Release and Transfer Register, PRTR) entnommen. Hier sind die Betreiber von Deponien verpflichtet, alljährlich Methanemissionen zu melden, soweit die Emissionen 100 t/a überschreiten. Das erste Berichtsjahr für PRTR war das Jahr 2007; deshalb bezieht sich der für Deponien angegebene Methanwert auch auf das Jahr 2007.
Zur Emissionsermittlung der biogenen und nicht gefassten Quellen werden statistische Daten z. B. zum Viehbestand oder zu bestimmten Flächennutzungsarten zugrunde gelegt. Unter Benutzung von für den jeweils betrachteten Prozess spezifischen Emissionsfaktoren werden die Emissionen berechnet. Die heute verwendeten Emissionsfaktoren sind genauer und stärker aufgeschlüsselt als zu Beginn der Erhebungen.
Landesweite Emissionsdaten für die biogenen und nicht gefassten Quellen liegen für die Jahre 1992 sowie für 2000 und 2006 vor. In die Emissionsangaben für das Jahr 1992 gingen Daten aus den Jahren 1991 bis 1993 ein, in die Angaben für 2000 Daten aus 1999 und 2000 und in die Angaben für 2006 Daten aus 2006 und 2007. Bei allen Erhebungen wurden die Emissionsdaten auf Kreisebene (kreisfreie Städte bzw. Landkreise) ermittelt.
Hier finden Sie weitere Informationen zu den emittierten Stoffen der Emittentengruppe biogene und nicht gefasste Quellen.
Startseite
