Umstrukturierung des hessischen Luftmessnetzes
Einstellung des Messbetriebes an fünf hessischen Luftmessstationen
und Aufbau neuer Messstationen an Verkehrsschwerpunkten
Um in Zukunft den Anforderungen der neuen europäischen Luftreinhaltestrategie, deren rechtliche Bestimmungen bereits in das Bundes-Immissionsschutzgesetz übernommen wurden, gerecht zu werden, wird das hessische Luftmessnetz zurzeit umstrukturiert.
Zum Ende des Jahres 2004 wird der Messbetrieb an den Stationen Borken (1988), Dillenburg (1988), Nidda (1990), Offenbach (1977) und Viernheim (1976) eingestellt. Die Jahreszahlen in Klammern markieren den jeweiligen Messbeginn, somit ergeben sich Laufzeiten von 14 bis 28 Jahren. Die lufthygienische Charakteristik an den genannten Standorten ist durch die langjährigen Untersuchungen gut bekannt und ein Weiterbetrieb würde keine neuen Erkenntnisse zur fachlichen Beurteilung der Luftqualität liefern.
Die europäische Luftreinhaltestrategie verlangt die Bestimmung der Luftqualität an den Punkten höchster Belastung. Da die Immissionsbelastung durch verkehrsbedingte Luftschadstoffe schon heute ein Problemschwerpunkt ist und ständig an Bedeutung gewinnt, wird im Frühjahr 2005 die Anzahl der hessischen Verkehrsmessstationen verdoppelt. Vier neue Verkehrsmessstationen werden an Standorten in Fulda, Gießen, Heppenheim und Marburg aufgebaut. Durch diese Maßnahmen erreicht das Luftmessnetz Hessen einen Umfang von insgesamt 30 Stationen.
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