Ausbreitungsrechnungen als Beitrag zur Ursachenanalyse im Ballungsraum Kassel

Im Ballungsraum Kassel wurde im Jahr 2003 an beiden Messstationen der Immissionswert für den Tagesmittelwert PM10 überschritten. Nach Artikel 8 der Luftqualitätsrahmenrichtlinie 96/62/EG (EU-RRL) bzw. § 13 der 22. BImSchV müssen für Gebiete, in denen Grenzwerte überschritten werden, Luftreinhaltepläne erarbeitet werden, aufgrund derer die betreffenden Grenzwerte zukünftig eingehalten werden können. In der EU-RRL sind dazu neben Messungen auch Modellrechnungen zur Beurteilung und Kontrolle der Luftqualität vorgesehen.

Das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie gab eine Studie in Auftrag, die von der IVU-Umwelt GmbH gemeinsam mit der Arbeitsgruppe TRUMF am Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin erstellt wurde. Ziel der Untersuchung war die rechnerische Ermittlung der Immissionen an 21 Aufpunkten im Kassel und jeweils einem Aufpunkt in Baunatal, Fuldatal, Lohfelden und Niestetal. Außerdem wurden im Rahmen einer emittentenbezogenen Ursachenanalyse die Anteile der drei wichtigsten Emittentengruppen Industrie, Gebäudeheizung und Kfz-Verkehr berechnet. Zusätzlich wurde die Herkunft der Immissionsbelastung im Bereich jeden Aufpunktes nach Straßenabschnitt, Ballungsraum und Hintergrund (Transport von außen in den Ballungsraum) aufgeschlüsselt. Zur besseren Abschätzungen der Effektivität möglicher Maßnahmen wurden für zwei Szenarien die resultierenden Minderungen der Immissionsbelastung berechnet:

  • Immissionssituation ohne Emissionen der Autobahnen im Ballungsraum Kassel und
  • Immissionssituation bei einer Halbierung der Kfz-Emissionen im Innenstadtbereich von Kassel.

 

Hier können Sie die Zusammenfassung der Studie (702 KB) ansehen.
Die komplette Studie ist auf CD per E-Mail bei folgender Adresse zu bestellen:
Herr M. Weiß.

 
 
Letzte Änderung: 29.09.2010