Überwachung der Umweltradioaktivität - IMIS

Hessenkarte

Das "Integrierten Mess- und Informationssystems für die Überwachung der Radioaktivität in der Umwelt" (IMIS) dient zur Erfassung der Umweltradioaktivität und deren Änderung, insbesondere nach Ereignissen mit radiologischen Auswirkungen. Dazu betreibt das Dezernat die beiden hessischen Landesmessstellen sowie die hessische Landeszentrale nach Nr. 13.2.7 der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Integrierten Mess- und Informationssystem zur Überwachung der Radioaktivität in der Umwelt (IMIS) nach dem Strahlenschutzvorsorgegesetz". Die Messergebnisse werden an das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) weiter geleitet, das im Auftrag des Bundes das IMIS betreibt.

Dabei werden zwei grundsätzliche Betriebsmodi unterschieden: der Normalbetrieb und der Intensivbetrieb.

Im Normalbetrieb wird das sog. Routinemessprogramm gefahren, in dessen Rahmen das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie im Rahmen des Routinemessprogrammes nach Strahlenschutzvorsorgegesetz jährlich etwa 600 Umweltproben auf Radioaktivität untersucht.

Die Radioaktivitätsmessstellen in Kassel und Darmstadt bestimmen unter anderem die in diesen Proben enthaltene Aktivitäten der künstlichen Radionuklide Cäsium 137 oder Strontium 90, aber auch die natürliche Radioaktivität z.B. des Kalium 40 oder verschiedener Uranisotope.

Wenn hingegen durch z.B. einen Störfall zu befürchten ist, dass ein größeres Gebiet durch radioaktive Immissionen betroffen sein könnte, dann wird das möglicherweise betroffene Gebiet durch eine deutlich häufigere Beprobung verstärkt überwacht. Dieser IMIS-Modus wird als Intensivbetrieb bezeichnet und dient dazu, etwaige Kontaminationen möglichst schnell erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

 

Aktuelle und in den letzten Jahren ermittelte Untersuchungsergebnisse können Sie in diesen Übersichten einsehen:

 

In der Übersicht "Nahrungsmittel" sind neben den Ergebnissen der im Rahmen des Routinemessprogrammes nach Strahlenschutzvorsorgegesetz untersuchten Proben auch die Ergebnisse von Radioaktivitätsbestimmungen an Proben, die im Rahmen der allgemeinen Lebensmittelüberwachung genommen wurden, aufgeführt.

Es wurde keine Überschreitung der für Lebensmittel geltenden EU-Höchstwerte für radioaktives Cäsium bei den untersuchten Lebensmittelproben festgestellt.

 

Weitere Informationen zu IMIS finden Sie im hessischen Umweltatlas und beim Bundesamt für Strahlenschutz.

 

 
 
Letzte Änderung: 03.11.2010