Kosmische Strahlung
Die kosmische Komponente der Strahlenexposition (früher auch Höhenstrahlung
genannt) hat zwei Ursachen:
- Im Wesentlichen wird sie von der in der Erdatmosphäre erzeugten Gammastrahlung bestimmt. Diese Gammastrahlung entsteht beim Aufprall hochenergetischer Protonen, Alphateilchen und ionisierter Atome (sog. primäre kosmische Strahlung) auf die Erdatmosphäre durch Kernrektionen mit den Atomen der Luft. Dabei entsteht die sog. sekundäre kosmische Strahlung (Photonen, Elektronen, Neutronen, Mesonen, Myonen und sekundäre Protonen)
- Der Beitrag der dabei ebenfalls erzeugten Radionuklide (Tritium=Wasserstoff-3, Beryllium-7, Kohlenstoff-14, Aluminium-26 und Chlor-36) ist vergleichsweise gering.
Der magnetische Schild der Erde verhindert, dass die primäre kosmische Strahlung in tiefere Bereiche der Atmosphäre eindringen kann. Am Boden und in relevanten Reiseflughöhen (10 bis 12 km) wird daher nur die sekundäre kosmische Strahlung wirksam. Sie nimmt jedoch mit steigender Höhe zu. In Hessen sind dafür abhängig von der Höhenlage des überwiegenden Aufenthaltsortes etwa 40 Nanosievert pro Stunde anzusetzen.
Letzte Änderung: 29.09.2010
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