Terrestrische Strahlung

Die terrestrische Strahlung resultiert aus:

 

  • Radioaktiven Stoffen mit sehr langer Halbwertszeit, die Urbestandteile der Erde sind. Wichtigstes Radionuklid dieser Gruppe ist das Kalium-40 mit einer Halbwertszeit von 1,3 Milliarden Jahren.
  • Radioaktiven Stoffen, die infolge des Zerfalls der - ebenfalls seit Erdentstehung vorhandenen - Radionuklide Uran-235, Uran-238 und Thorium-232 gebildet wurden und werden. Bei diesen Radionukliden erfolgt die Umwandlung vom radioaktiven Stoff zum stabilen Nuklid in mehreren Stufen (sogenannten natürlichen Zerfallsreihen), d.h. es entstehen beim Zerfall zunächst andere radioaktive Nuklide (z. B. Radium-226, Radon-222).

 

Die terrestrische Komponente ist zum überwiegenden Teil auf die Gammastrahlung des Kalium-40 sowie der Radionuklide der natürlichen Zerfallsreihen von Uran-238 und Thorium-232 zurückzuführen. Bestimmend ist dabei die spezifische Aktivität dieser radioaktiven Stoffe in den oberflächennahen Boden- bzw. Gesteinsschichten. Je nach betrachtetem Ort sind erhebliche Unterschiede bezüglich der Höhe der natürlichen Umgebungsstrahlung möglich. Messungen an hessischen Bodenproben ergaben beispielsweise für das Radionuklid Kalium-40 spezifische Aktivitäten im Bereich von 230 bis 750 Bequerel pro Kilogramm Trockenmasse.

Das Nuklid Kalium-40 wird über die Nahrung in den Körper aufgenommen (inkorporiert) und führt zu einer dauerhaften, aber unkritischen inneren Exposition.

 
 
Letzte Änderung: 03.11.2010