Strahlenexposition der Bevölkerung
Die mittlere effektive Jahresdosis an ionisierender Strahlung für die Bevölkerung in Deutschland liegt derzeit bei etwa 4 Millisievert. Das nachfolgende Diagramm zeigt die Herkunft der einzelnen Dosisbeiträge:
Diese Werte sind als Durchschnittswerte anzusehen. Die Strahlenexposition für eine einzelne Person kann deutlich davon abweichen:
- Der terrestrische Strahlungsanteil ist von der Geologie des Wohnorts abhängig.
- Die von Radon (im Regelfall Radon-222) und von dessen Folgeprodukten ausgehende Strahlenexposition ist in Bergwerken, Wasserwerken und Kellern besonders zu beachten. Das Einatmen dieser Folgeprodukte und ihr Verbleib in der Lunge ist der entscheidende Beitrag zur Strahlenexposition der Lunge. Der Inhalation von Radon kann jedoch durch geeignete Lüftungsmaßnahmen entgegen gewirkt werden.
- Bei Flugreisen, insbesondere Interkontinentalflügen, erhöht sich deutlich der Anteil der kosmischen Strahlung. Daher ist für fliegendes Personal eine maximal zulässige Dosis gesetzlich festgelegt.
- Die häufige Nutzung von Verfahren der Röntgendiagnostik (insbesondere Computertomographie) führt ebenfalls zu einer höheren Exposition.
Letzte Änderung: 03.11.2010
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