Aktuelles
Grundwassersituation Anfang Mai 2012:
Nachdem das Grundwasser Anfang des Jahres anstieg, sank es in den meisten Messstellen seit Februar langsam ab und stand im April auf einem für die Jahreszeit unterdurchschnittlichen Niveau. Die Quellen reagierten ebenfalls auf die niederschlagsarme Witterung mit abnehmenden Quellschüttungen, die für die Jahreszeit sehr gering sind.
Die Grundwasserstände in Mittel und Nordhessen lagen auf einem für diese Jahreszeit mittleren bis unterdurchschnittlichen Niveau. Wenige Messstellen haben niedrige Grundwasserstände, Beispiel Bracht Nr. 434028. Die Quellen blieben konstant auf unterdurchschnittlichen Schüttungen oder diese nahmen weiterhin ab.
IIn der Hessischen Rheinebene, Hessisches Ried, gab es um die Jahreswende fast überall einen Anstieg, der ab Februar stagnierte und seit März absank. Es sind folgende Details zu beobachten:
-
In der Nähe des Rheins regiert das Grundwasser meist auf den Wasserstand des Rheins, in den es abfließt. Nach einer Niedrigwassersituation im November 2011 folgte ein kräftiger Anstieg bis Januar 2012 mit anschließendem sinken. Im April lagen die Grundwasserstände auf mittlerer Höhe und etwas darunter. Beispiele: Gernsheim Nr.544135 und Biebrich Nr. 506034.
- Im südlichen Maingebiet lagen die Grundwasserstände seit 2003 besonders niedrig. Sie dümpeln weiterhin auf einem mittleren bis niedrigen Niveau dahin. Im April gab es nur geringe Veränderungen. Beispiele: Bauschheim Nr.527055 und Offenbach Nr.507155
-
Die Grundwasserstände in typischen vernässungsgefährdeten Gebieten lagen in den letzten Wochen auf einem mittleren Niveau und auch etwas darüber. Beispiele: Hähnlein Nr.544138, Groß-Rohrheim Nr.544107, Worfelden Nr.527182, Wallerstädten Nr.527321
- Im mittleren Teil des Gebietes, zwischen Einhausen, Groß-Rohrheim, Gernsheim, Pfungstadt und Griesheim, steht das Grundwasser auf dem Niveau der mittleren Richtwerte für die Grundwasserbewirtschaftung. Die Steuerung durch Infiltration und Grundwasserentnahmen zeigen hier die gewünschte Wirkung.
- Im südlichen Ried liegt das Grundwasser auf mittlerem bis überdurchschnittlich hohem Wasserstand. Beispiele: Lampertheim Nr.544178 und Viernheim Nr. 544271 .
In Hessen wurden weitere Messstellen mit Datensammlern mit Datenfernübertragung für Wasserstand und Temperatur ausgestattet. Die Messwerte werden täglich übertragen und stehen Online
zur Verfügung.
Grundwasserkarten:
Die Karten Hessische Rhein- und Mainebene vom Stichtag im Oktober 2011 stehen im Internet zur Verfügung.
Verbundprojekt:
Quantifizierung des Nitratabbauvermögens in den Grundwasserkörpern des Hessischen Rieds und Lokalisierung von Risikogebieten.
Auftraggeber: HLUG, Berthold![]()
Projektpartner:
Dr. Frank-Andreas Weber
, Projektleitung (IWW Rhein-Main),
Dr. Carsten Hansen (IWW Mülheim)
Prof. Dr. Christoph Schüth
, TU-Darmstadt, Fachgebiet Hydrogeologie
Dr. Markus Kämpf
, Dipl.-Geoök. Anette Spinola (BGS Umwelt)
Dr. Hermann Mikat
, Hessenwasser / Wasserverband Hessisches Ried
Projektziele und Aufgabenstellung
- Eine regional differenzierte Bestandsaufnahme des verfügbaren Nitratab¬bau-vermögens in den Grundwasserkörpern des Hessischen Rieds durchzuführen, und darauf aufbauend
- Risikogebiete im Hessischen Ried zu lokalisieren, in denen hohe Nitrateinträge aus der Flächennutzung gleichzeitig einem niedrigen Nitratabbauvermögen im Boden und im Grundwasserleiter gegenüber stehen.
- Weiterhin ist eine Einschätzung des Zeitraums zu liefern, wann sich die Maßnahmen-pro¬gramme der WRRL auf eine Verbesserung der Nitratbelastungssituation im Grund-wasser auswirken werden.
- Transfer und Etablierung der gewonnen Erkenntnisse in die gewässerschutz¬orien¬tierte landwirtschaftliche Beratung
Startseite
