Landesgrundwasserdienst
Das Grundwasser ist ein Teil im Wasserkreislauf. Niederschlag, Verdunstung und oberirdischer Abfluss ĂŒben den wesentlichen Einfluss auf das unterirdische Wasser aus, dessen Hauptanteil das Grundwasser darstellt. Die Schwankungen des Grundwasserstandes und der QuellschĂŒttung sind ein sichtbarer Ausdruck fĂŒr die VorratsĂ€nderung im Grundwasserleiter. Mit langfristigen Beobachtungen von GrundwasserstĂ€nden und QuellschĂŒttungen sind Entwicklungen und Trends zu erkennen, die als Grundlage fĂŒr wasserwirtschaftliche Planungen einflieĂen. Die Extremwerte höchste und niedrigste GrundwasserstĂ€nde und deren HĂ€ufigkeit werden herangezogen, wenn Eingriffe in das Grundwasser zu beurteilen sind, beispielsweise fĂŒr die Planung von Bauwerken.
Grundwasserinformationen in Form von Daten und Grafiken sind im HLUG und bei den zustĂ€ndigen staatlichen UmweltĂ€mtern einzusehen und ĂŒber alle Medien verfĂŒgbar. AusgewĂ€hlte reprĂ€sentative Ganglinien von GrundwasserstĂ€nden und QuellschĂŒttungen sind im Internet veröffentlicht und werden regelmĂ€Ăig aktualisiert. Mit Hilfe der Daten aller Messstellen werden im HLUG hydrologische Karten erstellt und ebenfalls im Internet veröffentlicht.
Weitere Informationen stehen zur VerfĂŒgung. Nach der Verwaltungskostenordnung des Landes Hessen vom 18.12.2009 sind folgende GebĂŒhren zu erheben:
Gangliniengrafik der GrundwasserstĂ€nde oder QuellschĂŒttungen der gesamten Zeitreihe (Excel-Format oder Papierausdruck): 25.- Euro
Muster 1: gesamte Zeitreihe in einer Grafik
1 Datensatz Messwerte GrundwasserstĂ€nde oder QuellschĂŒttungen pro 10 Jahre: 18.- Euro
1 Datensatz Grundwasseranalysen: 18.- Euro
Bestellungen bitte per Email an das HLUG schicken - bitte mit Ihrer Postanschrift. Die Adressen sind:
Herr W-P. von Pape
fĂŒr GrundwasserstĂ€nde
Herr Dr. G. Berthold
fĂŒr Grundwasserbeschaffenheit
Im Rahmen des Landesgrundwasserdienstes wird ein Grundwassermessnetz unterhalten, das hinsichtlich der GrundwasserstĂ€nde, der QuellschĂŒttungen und der Grundwasserbeschaffenheit reprĂ€sentativ alle Gebiete abdeckt. Dort, wo andere Betreiber Grundwasserbeobachtungen vornehmen, z.B. Monitoring im Rahmen von Grundwasserentnahmen, DeponieĂŒberwachungen, SchadensfĂ€lle und Stadtgebiete mit eigener UmweltĂŒberwachung, gibt es keine oder nur wenige Landesmessstellen.
In der Oberrheinebene, auch Hessisches Ried genannt, und in der Untermainebene gibt es zur Ăberwachung der vielfĂ€ltigen Eingriffe in den Grundwasserhaushalt ein dichtes Netz mit Messstellen. Es gibt teilweise mehrere poröse Grundwasserleiter aus Sand und Kies mit tonreichen Trennschichten, die mit unterschiedlich tiefen Messstellen ĂŒberwacht werden. Die Messwerte sind die Grundlage fĂŒr die Erstellung von Gangliniengrafiken, mit denen die zeitliche Entwicklung der GrundwasserstĂ€nde dargestellt wird. Im HLUG werden Karten der GrundwasseroberflĂ€chen und der GrundwasserflurabstĂ€nde zu verschiedenen Zeitpunkten und DifferenzenplĂ€ne zur Verdeutlichung von unterschiedlichen Situationen erstellt. In den ĂŒbrigen Gebieten Hessens ĂŒberwiegen Kluftgrundwasserleiter, in denen die Messstellendichte geringer ist. In der Regel stehen dort Informationen an einzelnen Punkten zur VerfĂŒgung.
Der Messbetrieb selbst ist alleinige Aufgabe der Abteilungen Umwelt bei den RegierungsprĂ€sidien. Die WasserstĂ€nde in Messrohren und Brunnen bzw. die SchĂŒttungen von Quellen werden von den Umweltbehörden selbst oder meistens im Auftrag derselben von örtlichen Beobachtern gemessen. Die Behörden sammeln die Daten und leiten sie geprĂŒft, ggf. korrigiert und ergĂ€nzt, zur weiteren Datenerfassung an das HLUG weiter. Dort werden die Grundwasserinformationen in einer Datenbank erfasst, verwaltet und dem Umweltressort direkt verfĂŒgbar gemacht. ZusĂ€tzlich zu den Mess- und Stammdaten des Landesgrundwasserdienstes enthĂ€lt diese Datenbank die landesweit erhobenen Rohwasserdaten und die Grundwasserbeschaffenheits-analysen.
Die GrundwasserstĂ€nde werden einmal wöchentlich und wenige alle zwei Wochen gemessen. Zunehmend werden elektronische Mess-gerĂ€te mit Datenspeichern und DatenfernĂŒbertragung eingesetzt.
In der Stammdatenliste sind alle Messstellen des Landesgrundwasserdienstes aufgefĂŒhrt. Sie enthĂ€lt Informationen ĂŒber die Lagekoordinaten, die Art der Messstelle und den Beobachtungszeitraum.
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