Das europÀische WATER CoRe-Projekt
Hessen beteiligt sich an E-Learning-Projekt zu Wasserknappheit und DĂŒrre / Datensammlung zu Wasserknappheit und DĂŒrre in Europa veröffentlicht
Die Schaffung eines E-Learnings ist eines der Ziele vom europĂ€ischen Projekt WATER CoRe. Bereits jetzt ist eine umfangreiche Datensammlung zum Thema Wasserknappheit und DĂŒrre auf der Projektseite abrufbar.
Hessen beteiligt sich an einem europĂ€ischen E-Learning-Projekt zu Wasserknappheit und DĂŒrre. Die Zielgruppe der E-Learning-Module sind Interessensvertreter der Wasserwirtschaft und die interessierte (Fach-)Ăffentlichkeit. Die Module werden in der zweiten JahreshĂ€lfte ohne Registrierung unter www.watercore.eu
zugĂ€nglich sein, zunĂ€chst auf Englisch und anschlieĂend in den Sprachen der Projektpartner â Deutsch, Französisch, Italienisch, NiederlĂ€ndisch, RumĂ€nisch, Spanisch und Ungarisch.
Basierend auf sieben Lernmodulen wird den Nutzern ermöglicht, an den Pioniererfahrungen und den guten Praktiken der Partner teilzuhaben und dadurch Anregungen fĂŒr LösungsansĂ€tze lokaler Problemlagen zu bekommen. Die E-Learning-Module beinhalten Informationen zur technischen und finanziellen Regulierung der Wassernachfrage, DĂŒrremanagement, Kommunikation und BĂŒrgerbeteiligung sowie einen Wegweiser fĂŒr die Implementierung von MaĂnahmen. Die deutsche Version wird auch auf die regionalen Rahmenbedingungen Hessens eingehen.
Die wesentliche Struktur der Module wird derzeit fĂŒr die Umsetzung vorbereitet. Das HLUG hat die FederfĂŒhrung in der inhaltlichen Bearbeitung des Moduls âAnpassung an den Klimawandelâ inne und leistet â in enger Abstimmung mit dem HMUELV und den Projektpartnern â einen wichtigen Beitrag zur Koordination des gesamten E-Learning, das ein wichtiges Teilprojekt von WATER CoRe ist.
Bereits jetzt ist auf der Projekthomepage (www.watercore.eu
) der WATER CoRe Survey abrufbar, eine Zusammenstellung von Publikationen, Projekten und Netzwerken in Europa, die sich mit den Themen Wasserknappheit, DĂŒrre und wasserwirtschaftliche Anpassung an den Klimawandel befassen. Der Survey wurde als eine Initiative des HLUG als Produkt des WATER CoRe Projektes initiiert und durch das HLUG federfĂŒhrend fortgeschrieben.
WATER CoRe Meeting - Internationaler Austausch zu Wasserknappheit und DĂŒrre im HLUG
Wiesbaden - Wasserwirtschaftsexperten aus 6 verschiedenen EU-Mitgliedsstaaten besuchen vom 21. bis 23. September das Hessische Landesamt fĂŒr Umwelt und Geologie (HLUG). Die GĂ€ste sind Projektpartner des europĂ€ischen Projektes WATER CoRe, in dem europĂ€ische Regionen ihr Wissen zum Thema Wasserknappheit und DĂŒrre austauschen. In diesem Projekt sind 14 Institutionen aus 7 EU-Mitgliedstaaten vereint.
Der dreitĂ€gige Workshop informiert die Partner ĂŒber die hessischen Instrumente und Strategien zur Anpassung an den Klimawandel. Er beleuchtet die zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels in Hessen und schlĂ€gt dabei einen Bogen vom Abflussverhalten der FlĂŒsse ĂŒber die Situation der Grundwasserressourcen bis hin zur Integrierung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Hessische Anpassungsstrategie an den Klimawandel.
In diesem Rahmen werden den Partnern unter anderem das INKLIM-Projekt, das nordhessische KLIMZUG-Projekt und das durch das BMBF geförderte AnKliG-Projekt vorgestellt. Abgerundet wird der Workshop durch einen Erfahrungsbericht aus der niederlĂ€ndischen Provinz Noord-Brabant: Die hollĂ€ndischen Projektpartner stellen ihren "Klimawandel-Atlas", das Projekt "Multifunktionale Landnutzung als Konzept der Anpassung" sowie das nationale Forschungsprogramm "Wissen fĂŒr Klima" vor.
Diese BeitrĂ€ge regen einen Vergleich der hessischen, niederlĂ€ndischen und gesamteuropĂ€ischen Strategien an. FĂŒr einen hautnahen Einblick in die hessische Wasserwirtschaft sorgt am Nachmittag des 22. Septembers eine Exkursion zu Zielen in und um Wiesbaden. Am 23. September treffen sich die Projektpartner um ein so genanntes "E-Learning-Modul" zum Thema Wasserknappheit und DĂŒrre zu entwickeln, in das die Erfahrungen der Partnerregionen einflieĂen werden.
Der globale Klimawandel wird auch in Europa zunehmend Auswirkungen auf die lebenswichtige Ressource Wasser haben. Dabei wird es - zumindest in einigen Regionen Europas - um die Themen Wasserknappheit und DĂŒrre gehen. FĂŒr die europĂ€ischen Staaten ist es daher wichtig, frĂŒhzeitig Werkzeuge fĂŒr ein gutes Wasser-Management in allen europĂ€ischen Regionen zu entwickeln. Das ĂŒbergeordnete Ziel des Projektes WATER CoRe, an dem 14 Partner aus sieben Mitgliedsstaaten der EU teilnehmen, ist die Schaffung einer Austauschplattform fĂŒr den Umgang mit Wasserknappheit und DĂŒrre in den verschiedenen Regionen Europas. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den Regionen in Zentral-und Osteuropa. Auf der Grundlage des Erfahrungsaustausches zwischen den sieben beteiligten Regionen sollen Werkzeuge, Strategien und politische Handlungsempfehlungen fĂŒr den Umgang mit Wasserknappheit und DĂŒrre auf regionaler und lokaler Ebene entwickelt werden. Mit seinen Ergebnissen soll WATER CoRe zu einem verbesserten Wasser-Management beitragen, um hierdurch den Auswirkungen von Wasserknappheit und DĂŒrre in Europa zukĂŒnftig besser entgegenwirken zu können.
Als deutsche Modellregion beteiligt sich Hessen, vertreten durch das Hessische Umweltministerium und das Hessische Landesamt fĂŒr Umwelt und Geologie. Das Land Hessen wird sich mit seinem Know-how in den Themen Grundwasserbewirtschaftung, Einsparen von Wasser und Benchmarking in das Projekt einbringen. Der Schwerpunkt des Hessischen Landesamtes fĂŒr Umwelt und Geologie liegt dabei auf seinen ForschungsaktivitĂ€ten im Bereich Klimawandel und Wasserwirtschaft. Zu den weiteren PartnerlĂ€ndern gehören Spanien, Italien, Frankreich, Niederlande, Ungarn und RumĂ€nien.
Das auf drei Jahre angelegte Projekt startete Ende April 2010 auf einer Konferenz im Internationalen Institut fĂŒr Wasser und Umwelt in Saragossa. Der europĂ€ische Fonds fĂŒr regionale Entwicklung hat es mit einem Budget von 2,5 Millionen Euro ausgestattet. Im Juli 2010 wurde unter http://www.watercore.eu/
die englischsprachige Webseite des Projektes freigeschaltet, die auch als eine digitale Austauschplattform dienen soll.
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