| Präsident Dr. Thomas Schmid präsentierte in der Festhalle
Schotten zusammen mit Wissenschaftlern aus dem HLUG die ersten Ergebnisse
der Forschungsbohrung im Vogelsberg. Neben dem hessischen Umweltminister
Wilhelm Dietzel und dem Gießener Regierungspräsidenten Wilfried
Schmied zählten auch Wissenschaftler verschiedener Hochschulen zu
den Gästen der Veranstaltung. Dr. Schmid überreichte der Bürgermeisterin
von Schotten, Susanne Schaab-Madeisky, bei seiner Begrüßung
einen ausgewählten Bohrkern als Dauerleihgabe für das Informationszentrum
auf dem Hoherodskopf.
Nach der Begrüßung konnten sich die zahlreichen Besucher der öffentlichen Veranstaltung auf eine Zeitreise in die geologische Geschichte der Region mitnehmen lassen. Anhand von 30m ausgelegten Bohrkernen und einigen Informationstafeln wurden ihnen die Ergebnisse der Bohrung und ihre Bedeutung für angewandte Fragestellungen der geologischen Landesaufnahme, der Geothermie und der Hydrogeologie erläutert. Die Bohrung setzt in einer im Vogelsberg bisher unbekannten
vulkanischen Gesteinsabfolge an. Diese sog. trachytischen Tuffablagerungen
sind das Produkt hochexplosiver Vulkanausbrüche, die verheerende
Glutlawinen (Block- und Aschenströme) zur Folge hatten.
Die bis jetzt vorliegenden ersten Ergebnisse dieser Bohrung zeigen
schon, dass der Kenntnisstand über das Vulkangebiet des
Hohen Vogelsbergs wesentlich vorangebracht wird. So war bisher
nicht bekannt, dass solche großen und tief reichenden Gesteinskörper
im Hohen Vogelsberg vorhanden sind, wie sie jetzt in der Bohrung
angetroffen wurden. Mit diesem Erkenntniszuwachs lassen sich
die vorhandenen Grundwassermodelle des Vogelsberges optimieren. |
![]() |
![]() |
|
![]() |
|
![]() |







